Eine Nacht am Weststrand
11.04.2019

Eine Nacht am Weststrand

Den Workflow in der Nacht- und Landschaftsfotografie entwickeln. Bastian Werner verrät Details zur Fotonacht am Weststrand.

 

Egal ob Abendrot oder Gewitterblitze bei Nacht, Nebel oder Raureif, Blaue Stunde, leuchtende Nachtwolken oder Polarlichter – diesen und weiteren Wetterphänomenen ist Bastian Werner auf der Spur. Neben einer guten Motividee bedarf es in der Landschafts- und Outdoorfotografie also vor allem das passende Wetter, um einzigartige Fotos erschaffen zu können.

Im Interview verrät der Fotograf, was die Teilnehmer seines Workshops im Detail erwartet und wie man sich für die Fotonacht am Weststrand am besten ausstattet:

horizonte zingst: Für wen haben Sie den Workshop konzipiert?   

Bastian Werner: Ich möchte allen Interessenten der Wetterfotografie einen Einstieg in diese Thematik bieten. Der Workshop richtet sich an Landschaftsfotografen, die dabei sind ihren Workflow zu entwickeln und sich meinen dazu als Beispiel nehmen möchten. Für alle, die lernen möchten, wie man durch genaue Wetterplanung ganz unkompliziert zu besseren Landschaftsfotos kommt.

Theorie oder Praxis: Was steht bei Ihrem Workshop im Vordergrund?

Ganz eindeutig die Praxis. Zunächst werde ich den Teilnehmern im Max Hünten Haus Zingst an den Computern die Bedienung der Wettermodelle und Wetterkarten zeigen. Die wichtigsten Wetterphänomene, wie Abendrot, Gewitter und Nebel werden wir durchsprechen.  Den Fokus legen wir dabei auf den Sonnenuntergang und das Fotografieren bei Nacht. Danach brechen wir auf und werden die Situationen live erleben, die wir zuvor am Computer in den Wettermodellen besprochen haben.?

Welche Inhalte geben Sie den Teilnehmern mit?

Grundsätzlich erlernen alle Teilnehmer die Fähigkeiten Wetterkarten zu lesen, zu verstehen und direkt mit der eigenen Fotografie zu verknüpfen. Dies gilt im Besonderen für die drei wichtigsten Wetterphänomene in der Landschaftsfotografie: Abendrot, Gewitter und Nebel. Unerlässlich ist dieser Workflow hinter der Kamera für die Arbeit als Wetter-/ Landschaftsfotograf.

Ganz praktisch: Wie ist der Workshop organisiert und was gibt es zu beachten?

Wir beginnen zunächst im Seminarraum und werden uns danach die Nacht am Weststrand um die Ohren schlagen, um die praktische Arbeitsweise der Wetterfotografie kennenzulernen. Wichtig ist, dass man sich ausreichend Proviant und Kaffee einpackt, um die Nacht zu überleben.

Worauf freuen Sie sich?

Auf die Begeisterung der Teilnehmer, wenn diese sehen wie einfach so eine Wettervorhersage eigentlich ist und wie genau sie hinterher zutrifft.

Was verbinden Sie mit Zingst und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«?   

Am meisten freue ich mich auf den Austausch unter Gleichgesinnten und die  entspannte Atmosphäre fernab von dem normalen Trubel, den man von anderen Fotomessen kennt. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Fotomessen bietet das Fotofestival in Zingst eine entspannte Atmosphäre zum Zusammensein. Gerade am Abend, wenn sich alle am Steg versammeln sind schon einige Ideen gereift. Auf den anderen Messen treffe ich meine Kollegen meist flüchtig auf dem Gang, wenn diese wieder zu einem Vortrag hasten.
 

Tickets für den Workshop sind noch zu haben und wer sich ein Bild von Bastian Werners außergewöhnlichen Fotos machen möchte, hat noch bis zum 30. April 2019 die Gelegenheit seine Open-Air-Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde – Wetterphänomene“ auf dem Postplatz in Zingst zu sehen.

Das Interview führte Nina Hesse.

Unsere Premium-Partner