Der erste Tag beim Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2018
26.05.2018

Der erste Tag beim Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2018

Bereits zum elften Mal wird in Zingst das Umweltfotofestival »horizonte zingst« gefeiert. Schon der erste Tag hatte einige Highlights zu bieten. Strahlender Sonnenschein und ein attraktives Programm lockten bereits am ersten Festivaltag zahlreiche Besucher in das Ostseeheilbad. Doch schon am Freitag sorgte Zingst für einen Paukenschlag. So konnten Besucher seit dem Morgen am Strand einen Pottwal bestaunen.

Schnell kam die Auflösung: Es handelt sich hierbei nicht um ein gestrandetes Tier sondern um eine Aktion des internationalen Künstlerkollektivs „Captain Boomer“. Das rund 17 Meter lange Tier, welches aus recyceltem Plastik besteht, soll auf das Umweltfotofestival »horizonte zingst« mit seinen Themen zum Klimawandel, der Plastikvermüllung in den Meeren, deren Folgen und den sichtbaren Naturveränderungen aufmerksam machen. Das Kunstobjekt kann noch während des gesamten Umweltfotofestivals »horizonte zingst« am Zingster Strand bestaunt werden.

Zweites Highlight am Freitag war die Eröffnung eines weiteren Kunstobjekts vom OLYMPUS FotoKunstPfad Zingst. Der OLYMPUS FotoKunstPfad Zingst regt seit 2016 Zingster Besucher und Einheimische zum kreativen Umgang mit der Kamera an. Olympus Kameras können an verschiedenen Stationen im Ort kostenfrei ausgeliehen werden. Mittlerweile zieren elf Kunstobjekte den Ort. Neuestes Kunstwerk: die Anamorphose „Hand that caught me falling (left) #1“ vom Künstler Jonty Hurwitz. „Was ist Kunst? Das habe ich mich heute nicht nur am Strand gefragt sondern das ist tagtäglich Thema bei Olympus. Mit diesem Kunstobjekt hier in Zingst haben wir einen ganz neuen Aspekt zu diesem Thema eingegliedert.“, sagte Olaf Kreuter, Olympus Deutschland Marketingleitung DACH. „Der Künstler entwickelt Skulpturen im Nanobereich. Beim Anblick dieser anamorphotischen Skulptur eröffnen sich ganz unterschiedliche Ebenen“, erklärte Regina Tetens von Vitamin E, die den OLYMPUS FotoKunstPfad Zingst kuratiert. Im Rahmen der Vernissage gab auch der Künstler Jonty Hurwitz selbst Einblick in seine Arbeit. So entstand das Objekt während einer Phase, in der der Künstler selbst das Gefühl hatte, zu fallen. Wer ihn auffing, war seine Ehefrau. Genau das, soll das Kunstobjekt symbolisieren. Es bietet aber auch zeitgleich Raum für ganz eigene Interpretationen.

Erweiterung OLYMPUS FotoKunstPfad Zingst - Anamorphose „Hand that caught me falling (left) #1

Am Freitagabend folgte dann noch die Vernissage zur Open Air Fotoausstellung in XXL „Urkraft des Meeres“ mit beeindruckenden großformatigen Wellen-Fotografien von Ray Collins am Zingster Strand neben der Seebrücke. Der Fotograf ist dafür extra aus Australien angereist. Auch für Henning Ohlsson, Geschäftsführer von Epson Deutschland, war es eine ganz besondere Ehre mit dem Fotografen zu arbeiten: „Ich war sprachlos als ich ein Foto von Ray zum ersten Mal sah. Ich hätte niemals geglaubt, dass es Zingst gelingen würde, ihn für eine Ausstellung im Ostseeheilbad zu gewinnen“. „Ich bin im Meer aufgewachsen und habe dieses niemals verlassen. Das Meer war immer Teil meines Lebens und erst später folgte dann das Equipment, um dieses fotografisch in Szene zu setzen. Ich war unter anderem schon auf Hawaii, Indonesien, Island und jetzt bin ich in Zingst. Um eins der Fotos zu machen, die hier unter anderem zu sehen sind, benötigt es Wochen der Vorbereitung. Du schaust unter anderem auf den Wind und die geeigneten Locations. Wenn Du dann vor Ort bist, ist es manchmal eine Frage von Minuten, andere Male von Tagen bis Dir ein großartiges Bild gelingt. Ich möchte die Schönheit von Wellen zeigen. Das Meer braucht eine Stimme und ich möchte diese Stimme sein“, erklärte Ray Collins seine Arbeit. Ihm liegen ein bewusster Umgang mit der Natur und das Thema der Vermeidung von Plastikmüll in unseren Weltmeeren sehr am Herzen. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit Epson und Filmolux produziert. Den Kontakt zum Künstler stellte das Magazin PHOTOGRAPHIE her.

Offizieller Start des 11. Umweltfotofestivals »horizonte zingst«

Am ersten offiziellen Tag des 11. Umweltfotofestivals »horizonte zingst« wurde den Besuchern dann gleich ein weiteres Highlight geboten. Tim Flach höchstpersönlich eröffnete gemeinsam mit Andreas, STERN-Bildchef und der Co-Kuratorin Edda Fahrenhorst von fotogloria seine Fotoausstellung „In Gefahr – bedrohte Tiere im Porträt“, welche auf dem Postplatz zu sehen ist. „Diese Ausstellung berührt wirklich Herz, Seele und Verstand“, erklärte Moderator Christian Schulze treffend. „Dieser nette und kreative Engländer schafft es, Tiere ganz besonders zu fotografieren. Sie wirken irgendwie menschlich und erinnern uns an uns selbst. Der Mann porträtiert über 200 Tierarten, die vom unmittelbaren Aussterben bedroht sind, wenn wir nicht sofort etwas tun. Wir von der STERN-Redaktion sind totale Tim Flach Fans, denn er ist zu 100% sternig“, fügte STERN-Bildchef Andreas Trampe hinzu, Tim Flach selbst zeigte sich vor allem beeindruckt von der Druckqualität der auf dem Postplatz in Zingst gezeigten Bilder: „Ich habe meine Arbeit noch nie zuvor auf Chromaluxe gesehen, aber es ist fantastisch, die entstandene Tiefe zu sehen“. „Ich möchte, dass die Menschen sich mit den Tieren verbunden fühlen, indem ich den Charakter, die Persönlichkeit der Tiere zeige. Festivals wie diese helfen dabei, dass die Menschen über deren Verantwortung gegenüber unserer Umwelt bewusst werden und das ist extrem wichtig“, so Flach weiter. Die Ausstellung wurde produziert von Chromaluxe und wird präsentiert vom Magazin STERN.

Um 16:00 Uhr wurde es dann offiziell durch den Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn eröffnet – das Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2018. Mit den Worten „Fotos liefern Anstöße. Fotografie braucht keine Übersetzung. Was alle Fotografen hier vereint sind Herz – Blick – Seele“, stellte die Schirmherrin Ruth Eichhorn die Bedeutung und Besonderheit der Fotografie heraus. Weitere Redner auf der Eröffnung waren unter anderem Micheline Bouchez, Leiterin des Französischen Kulturinstituts Rostock (Frankreich ist in diesem Jahr Partnerland), die Fotografen Ray Collins und Tim Flach, der Kurator des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« sowie Frank Stöckel, Vorstand vom Berufsverband Freie Fotografen und Filmgestalter e.V., der auch nochmal Einblicke in den neuen BFF-Förderpreis gewährte. Für ihr Lebenswerk ausgezeichnet mit dem »horizonte zingst« Award wurden Heidi und Hans-Jürgen Koch.

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