Epson präsentiert Ray Collins – Urkraft der Meere
29.07.2020

Epson präsentiert Ray Collins – Urkraft der Meere

Wasser und Licht, mehr braucht es nicht für den Australier, um eindrucksvolle Porträts vom Ozean aufzunehmen.

Die Urkraft der Meere wird sichtbar in den imposanten Fotografien von Ray Collins. Wasser und Licht, mehr braucht es nicht für den Australier, um eindrucksvolle Porträts vom Ozean aufzunehmen. Jedes Bild offenbart dabei eine neue Perspektive auf einen Ort, den alle kennen, aber den bislang kaum jemand als so unmittelbare und bereitwillige Kunstform betrachtet hat. Die Bilder des farbenblinden, ehemaligen Minenarbeiters lassen seine tiefe Verbundenheit zum Ozean erkennen und bringen seine beiden Leidenschaften auf einzigartige Weise zusammen: den Ozean und die Fotografie. Innerhalb der letzten acht Jahre hat sich Ray Collins zu einem der angesehensten Meeresfotografen der Welt entwickelt und setzt sich als Ambassador für Epson (Australien) international für den Schutz der Ozeane ein. Im Interview erzählt er von seiner tiefen Verbundenheit mit dem Ozean, seiner Definition von Erfolg und was er für die Zukunft geplant hat:

horizonte zingst: Ray Collins, welche Botschaft transportieren Ihre Bilder?

Ray Collins: Meine Bilder zeigen, welche Beziehung ich zum Ozean habe – er ist mein bester Freund, mein Lehrer und die wichtigste Konstante in meinem Leben. Er hat mich gelehrt, meine Angst zu überwinden und gleichzeitig Respekt, Menschlichkeit und Geduld zu empfinden. Obwohl er machtvoll und beängstigend aussehen kann, ist er ein zartes Juwel. Mein Ziel ist es ihn so zu zeigen, wie er noch nie gesehen wurde, vor allem, um auf seine Verletzlichkeit aufmerksam machen. Denn: Wir müssen besser mit ihm umgehen, wir leben schließlich eher auf dem »Planet Ozean« als auf dem »Planet Erde«.

Sie nennen den Ozean Ihre zweite Heimat, was bedeutet das?

 Ich durchlebe mit dem Ozean so meine Phasen, aber bei genauerer Betrachtung bin ich immer bei ihm. Die meisten meiner Aktivitäten haben mit dem Ozean zu tun – ob nun mein Spaziergang mit dem Hund am Strand wenn die Sonne aufgeht, oder schwimmen, surfen oder beim Stand Up Paddeln. Selbst wenn ich weit entfernt von ihm bin, spüre ich noch seine Umarmung, das Gefühl der eigenen Schwerelosigkeit, das Gefühl von Salzwasser auf meiner Haut und selbst wie es sich an meinen Armen anfühlt, wenn ich aus dem Wasser steige. Manchmal treibe ich ganz alleine im Ozean und mein Sein wird von meinem Körper getrennt. Genau genommen fühle ich mich überall zuhause, wenn ich in der Nähe des Ozeans bin.

Wie läuft ein Wellen-Shooting ab?

Das ist ganz unterschiedlich – manchmal plane ich ein internationales Shooting, das Wochen in Anspruch nehmen kann: Ich fliege auf mehreren Flugstrecken, verbringe Tage damit, an den richtigen Ort zu kommen, schleppe Rucksack und Kameraequipment auf Fähren rauf und wieder runter, um dann auf irgendeiner Malariaverseuchten Insel einen Monat zu warten, um ein Bild zu machen. Ein anderes Mal wiederum, gehe ich zuhause einfach über die Straße an den Strand wenn ein Sturm aufzieht und habe keinen konkreten Plan.Beide Extreme sind für meinen kreativen Prozess gleich bedeutsam, aber beide sind von der fotografischen Herangehensweise höchst unterschiedlich – wenn Du grundsätzlich vorbereitet bist, dann wird sich aber in jedem Fall der richtige Moment offenbaren. 

Sie können auf eine einzigartige internationale Karriere blicken, welche Meilensteine waren  .

Ich habe nie geplant, die Fotografie zu meinem Vollzeitjob zu machen, sie war einfach immer etwas, was ich gerne gemacht habe und auch weiter tun würde, selbst wenn nie jemand ein Bild von mir gesehen hätte – schlicht aus meiner Liebe und Beziehung zum Ozean.Eines Tages kam allerdings doch der Punkt, an dem ich so beschäftigt damit war, alle Fragen zu meiner Arbeit zu beantworten, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Eigentlich verrückt, denn ich hatte (und habe) keinen Masterplan, was wie zu tun ist – ich mache einfach einen Schritt nach dem anderen, um vorwärts zu kommen, selbst wenn ich den Boden nicht mehr sehen kann...

Worin sehen sie die Gründe für ihren internationalen Erfolg?

Ich glaube, die Frage sollte sein, was eigentlich Erfolg bedeutet. In meiner Vorstellung richtet sich Erfolg nach den Herausforderungen, die man sich selber stellt und zu bewältigen versucht. Es gibt dabei aber kein endgültiges Ziel, sondern die Herausforderungen verändern sich und wachsen. In meinem Bewusstsein jedenfalls gibt es kein »ich habe es geschafft«, sondern nur eine Skala, die das Maß meiner Zufriedenheit beschreibt. Einen Maßstab, meinen Erfolg zu messen ist allerdings, dass Menschen aus der ganzen Welt mit meinen Bildern und deren Reinheit mitschwingen.Der Ozean jedenfalls wird immer im Mittelpunkt stehen, wird immer die Essenz sein und immer die Hauptrolle in meiner Arbeit spielen. Meine Hoffnung ist, dass ich damit dazu beitrage, die Diskussionen darüber anzustoßen, was wir alles besser machen könnten.

Ein Blick in die Zukunft: Was planen sie als nächstes?

Meine Pläne sind eigentlich immer die gleichen – im Moment leben und schauen, was jede Sekunde bringt. Mitten in der Pandemie an die Zukunft zu denken ist darüber hinaus nahezu unmöglich, deshalb lasse ich sie einfach auf mich zukommen.  Eines ist aber gewiss, ich werde immer im oder in der Nähe des Ozeans sein – mit und ohne Kamera – und dabei Spaß haben, denn Life is meant to be enjoyed!

Was verbinden sie mit Zingst und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«?

Horizonte Zingst wird von einem Team von bewussten und denkenden Menschen veranstaltet, die sich mit Leidenschaft dafür einsetzen, die (bedrohte) Schönheit der Natur zu zeigen. Die sorgfältige Auswahl von Arbeiten und deren Präsentation quer durch den kleinen Küstenort ist ein Erlebnis wie kein anderes: Ein Weltklasse-Event an einem tollen Ort mit tollen Menschen. Ich hoffe, dass ich eines Tages noch einmal Teil des Festivals in Zingst sein kann!

 

Titelbild © Ray Collins

Das Interview führte Nina Hesse per E-Mail

Und da die Ausstellung „Eine Augenweide – schön zu sehen, gut zu wissen“ in Zusammenarbeit mit dem Premiumpartner Epson entstanden ist, wollten wir wissen, was das Unternehmen mit der Fotografie in Zingst verbindet.

Als im Jahr 2011 die Anfrage kam, das damals sehr junge Umweltfotofestival »horizonte zingst« mit dem Knowhow von Epson zu unterstützen, wurde nicht lange nachgedacht. Die stilvolle Präsentation großer Fotokunst ist unsere Leidenschaft. Seitdem druckt Epson am Unternehmenssitz in Meerbusch die Outdoor-Ausstellungen für das Fotofestival – etwa 1100 Quadratmeter jährlich. Hinzu kommen die circa 25 Indoor-Fotoschauen, die im Epson Digigraphie-Druckstudio in Zingst produziert werden.Der thematische Nenner von »horizonte zingst« ist die Umwelt. Auf die Wichtigkeit und Schutzbedürftigkeit der Natur aufmerksam zu machen und ihren Erhalt zu fördern, liegt auch im ureigenen Interesse von Epson. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen des Planeten ist prägendes Leitmotiv der Unternehmensphilosophie. Wir bekennen uns zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und integrieren diese in unsere Arbeitskultur, wo immer möglich.In der Epson Digigraphie Galerie Zingst werden regelmäßig die Sieger des Fotowettbewerbs ausgestellt. Bis Anfang Oktober 2020 ist Peter Lebedas Projekt „Tiefsee“ zu sehen, mit dem Start des nächsten Fotofestivals (ab Mai 2021) zeigt Carola Brackrock die Serie „CALLA 2020“. Auch die junge Fotografie liegt Epson als Partner des BFF-Förderpreises am Herzen, dessen Gewinner ebenfalls regelmäßig in Zingst vor- und ausgestellt werden.Nicht zuletzt sind es aber die Begegnungen mit den Menschen, die das Epson-Team so gerne nach Zingst kommen lassen. Im Rahmen der Workshops im Creative Center durften wir während des Festivals immer wieder zahlreiche inspirierenden und fruchtbare Gespräche führen.

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