Florian Wagner im Interview
18.06.2019

Florian Wagner im Interview

In seiner Multivisionsshow „African Waters“ zeigt der Fotograf Florian Wagner die Schönheit und zukunftsweisende Projekte Afrikas auf.

Florian Wagner hat mit einem kleinen Team in 66 Tagen zehn Länder Südafrikas aufgesucht: Südafrika, Namibia, Angola, Zambia, Zimbabwe, Betschuana, Mozambique, Malawi, Tansania, Ruanda. Vom Hubschrauber aus hat er beeindruckende Fotos geschossen, von Wasserläufen, trockener Landschaft, Naturschutzgebieten und wilden Tieren.

 

Seine Bilder und Texte erzählen Geschichten vom reichsten Kontinent der Erde – reich an Landschaften, Tieren und ja, auch reich an Wasser in den verschiedensten Formen.

Im Interview verrät Florian Wagner, was die Besonderheit seiner fotografischen Vorgehensweise ist:

horizonte zingst: Sind Sie ein fotografierender Reisender oder ein reisender Fotograf?

Florian Wagner: Ich bin reisender Fotograf. Ursprünglich begann ich damit meine Outdoor Aktivitäten in Bildern einzufangen, danach konzentrierte ich mich auf Reportagen mit den Schwerpunkten: Berge, Pferde und Hubschrauber. Aus dieser Interessenlage heraus entstand das Projekt Helicowboys in Wyoming, die im Auftrag der Regierung Wildpferde einfangen und von Sträflingen im Rahmen eines Resozialisierungsprojekts einreiten lassen.

Was erwartet den Besucher bei Ihrer Multivisionsshow?

Sie erfahren viel Wissenswertes über das Thema Wasser. Um wasserrelevante Themen herauszuarbeiten, habe ich zehn afrikanische Länder mit dem Helikopter bereist. Dabei offenbarte sich mir die Schönheit Afrikas, die ich ebenso darstelle, genauso wie die Projekte, für die ich Aufmerksamkeit generieren möchte: So erzähle ich beispielsweise die Geschichte des Lake Tanganyika, der 17% der stehenden Süßwasser Reserven unserer Erde beinhaltet und durch Überfischung stark bedroht ist. Ein findiger Lodge Besitzer an der Südküste dieses wunderbaren Gewässers zwischen Tansania und Kongo hat möglicherweise eine Lösung für dieses äußerst dringliche Problem.

Gibt es besondere Highlights, die Sie jetzt schon verraten können?

Ich versuche Lösungen anzubieten und verweise auch auf Organisationen mit deren Hilfe die Leute aktiv an der Lösung der oben genannten Probleme mitwirken können.

Was ist charakteristisch für Ihre fotografische Arbeitsweise?

Ich glaube ein Unterschied besteht darin, dass ich versuche Teil dessen zu werden, was ich fotografiere: So reite ich mit den Cowboys in Wyoming oder den Adlerjägern der Mongolei, fliege den Heli mit dem wir fotografieren selbst und bekomme so einen anderen Zugang zu den Motiven als Fotografen, die das Thema „von aussen“ betrachten.

Worauf freuen Sie sich bei der Veranstaltung am meisten?

Besonders freue ich mich auf den kulturellen Austausch mit Kollegen, die wunderbare Ostsee und die Chance Menschen für das wichtigste Element dieser Erde zu begeistern.

Und last but not least: Was verbinden Sie mit Zingst und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«? 

Hochwertige Fotografie, das Aufeinandertreffen herausragender Fotografen, ein Hot Spot für Naturfotografie, Schönheit, all das vereint an einem der schönsten Orte in Deutschland.

 

Tickets für die Multivisionsshow am 29.06.2019 um 20:00 Uhr sind noch vorhanden.

Fotos: Florian Wagner

Das Interview führte Nina Hesse

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