Fotografie als Fenster zur Welt
25.05.2019

Fotografie als Fenster zur Welt

"Es gibt kein idealeres Medium, um den Zustand der Welt vor Augen zu führen, als die Fotografie", betonte Kurator Klaus Tiedge heut noch einmal bei der großen Eröffnungsfeier im Hotel Vier Jahreszeiten. Die visuelle Kraft der Fotografie ermöglicht es, kritischen Themen einen angemessenen Raum zu geben.

Genau das, so stellte er fest, habe man auch mit den diesjährigen Ausstellungen wieder unter Beweis gestellt.

Auch Schirmherrin Prof. Dr. Antje Boetius sprach sich bei der Eröffnung für die herausragende Bedeutung von Fotografien aus: „Das Besondere ist eben, dass die Fotografie uns mehreres in einem zeigt: Sie ist erst Mal ein Bild von einem Moment in Raum und Zeit, dem wir begegnen, zu dem wir in ein Verhältnis treten. Die Fotografien, die wir hier sehen, in ihrer Vielfalt, sind jedes für sich genommen eine kleine Expedition, eine kleine Reise." Sie sind ein Fenster zur Welt um uns herum und zeigen uns Dinge, die wir sonst vielleicht nicht sehen hätten können. Manchmal, so stellte sie fest, seien sie sogar ein Blick in die Zukunft. "Fotografie als Fähigkeit, etwas festzuhalten, von dem, was einem lieb und teuer ist, aber auch ein Mahnmal in der Hand zu haben: So soll es nie wieder sein, so wollen wir es nicht haben, das ist etwas Besonderes, dem Sie hier in den nächsten Tagen begegnen können." In den Ausstellungen, die in diesem Jahr zu sehen sind, werden die Gefahren durch die Plastikvermüllung der Meere, die Schutzbedürftigkeit der Vielfalt der Arten und Kulturen und die Auswirkungen des Klimawandels thematisiert.

Klaus Tiedge freut sich besonders, dass das Thema, dass man sich vor über 12 Jahren in Zingst als Leitmotiv auf die Fahnen geschrieben hat, nun auch im täglichen Leben immer präsenter wird und sich das Bewusstsein der Menschen tatsächlich erweitert hat: „Jetzt, wo jeden Freitag tausende Junge Menschen auf die Straße gehen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren, jetzt, wo eine UN-Resolution das Thema Artenvielfalt aufgegriffen hat, jetzt, wo der Plastikmüll in den Meeren zum durchgängigen Talkshowthema geworden ist, haben wir die Gewissheit endlich, dass wir mit dem Umweltfotofestival richtig und wichtig liegen."

Die Divise lautet: Photos for Future. Und die Zukunft hat sich bei der Vernissage des Neuen BFF-Förderpreises bereits vorgestellt. Aus über neunzig Einsendungen wurden die zehn Finalisten geehrt, deren Werke heute erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Frank Stöckel, Vorstandssprecher des BFF, betont dabei, dass die Besonderheit dieses Wettbewerbs darin liegt, die Studenten bereits vor dem Einstieg in die Berufswelt möglichst früh im Studium mitzunehmen, um ihnen einen Einblick in die professionelle Berufsfotografie zu gewähren.

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