Im Mittelpunkt der Mensch
31.05.2019

Im Mittelpunkt der Mensch

Beim Umweltschutz ist jeder gefordert! Dieses Bewusstsein gilt es durch bewegende Bilder zu wecken. Die Bilder gehen in den Kopf und danach direkt ins Herz. Sie wecken Emotionen. Auf diese Weise kann Fotografie wichtige Inhalte vermitteln, zum Umdenken anregen und letztendlich ein Stück weit helfen, die Welt zu verändern.

Durch die Plastikvermüllung der Meere verenden Meerestiere und Vögel im Müll, täglich kämpfen Menschen mit den Begleiterscheinungen der weltweiten Müllflut. Einfach ausgedrückt, haben wir bald mehr Plastik als Fische in den Ozeanen. Eindrücklich und aufrüttelnd fordert die Ausstellung „Vorsicht Plastik – die Vermüllung der Weltmeere“, die in Zusammenhang mit National Geographic am Strand entstand, jeden Menschen auf, den eigenen Plastik-Konsum zu hinterfragen: „Jede Plastiktüte ist eine zuviel, jeder Coffee-to-Go-Becher, der nicht  benutzt wird ist ein Gewinn, jeder Kunststoff-Trinkhalm, auf den verzichtet wird, hilft der Umwelt. Jeder kann mit den eigenen Verbraucherverhalten wesentlich dazu beitragen, die Plastik-Pest einzudämmen. Verzicht ist die beste Prävention“, verdeutlicht Kurator Klaus Tiedge.

Die Ausstellung „Mensch und Umwelt“ beispielsweise macht sichtbar, dass auf vielfältige Weise eine Neuorientierung möglich ist. Zusammen mit dem Umweltfotofestival »horizonte zingst« war es dem Fotografen Lars Heidemann ein Anliegen auf die Menschen in der Region Fischland-Darß-Zingst aufmerksam zu machen, die sich sowohl im Beruf als auch im Privatleben durch umweltbewusstes Handeln auszeichnen.

Die Folgen des Klimawandels, also die vom Menschen verursachte globale Erwärmung, die zu einer der größten Herausforderungen der Menschheit geworden ist, thematisieren die Ausstellungen des Alfred Wegener-Institus „Behind Arctic Science“, und „Das sterbende Tote Meer“ von Moritz Küstner.

„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine ebenso große Bedrohung für den Menschen wie der Klimawandel", sagte Robert Watson, Vorsitzender des Weltbiodiversitätsrates IPBES. Die Menschheit lässt in rasendem Tempo die Natur von der Erde verschwinden - dafür gebe es laut dem aktuellen Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten. Der Mensch alleine hat es in der Hand das massiv fortschreitende Sterben der Arten zu stoppen und die Artenvielfalt zu erhalten.Ein mahnendes Bild zeichnen die Ausstellungen „Last Paradise“ von Ekaterina Sevrouk und „Schutzbedürftig – Orang-Utans, die letzten ihrer Art“, von Björn Vaughn, Ulet Ifansasti und Jayaprakash Bojan

Informieren und inspirieren

Ganz wichtig: die reine Freude am Fotografieren kommt nicht zu kurz. Primär bietet Zingst seinen Besuchern parallel zu den Ausstellungen und Vorträgen ein vielfältiges Angebot für Aktivitäten mit der Kamera. Informieren und inspirieren heißt das Erfolgsrezept dieses Festivals.

Copyright Headerbild: Pick It Up | Plastic Army | Dirk Krüll

Copyright der Impressionsbilder: Anke Großklaß

Text: Nina Hesse

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