Nationalparke Mecklenburg-Vorpommerns
08.10.2019

Nationalparke Mecklenburg-Vorpommerns

Timm Allrich zeigt in seiner neuen Multivisionsshow die Vielfalt an Naturphänomenen in Mecklenburg-Vorpommern. Immer wieder ist er fasziniert von der Schönheit vor der eigenen Haustür.

Timm Allrich zeigt exklusiv in Zingst seine neue Multivisionsshow "Nationalparke Mecklenburg-Vorpommerns". Im Interview gewährt er einen Einblick, was die Zuschauer erwartet und verrät an welchen Platz er immer wieder gerne zum Fotografieren zurückkehrt.

horizonte zingst: Man muss nicht immer in die Ferne reisen, um gute Motive zu finden. Was fasziniert Sie als Fotograf an dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern?

 

Timm Allrich: Mecklenburg-Vorpommern ist die einzige Naturregion Deutschlands, die drei faszinierende Landschaftsgebiete in den Status eines Nationalparkes erheben konnte. Die Ernennung zum Nationalpark setzt neben einer schützenswerten, intakten Natur voraus, dass es regionale Besonderheiten geben muss, die diese Landschaft einzigartig machen. Wenn man also eine solche Vielfalt an Naturphänomenen und Schönheit vor der Haustür hat, was läge näher, als sich dieser fotografisch zu widmen?

Aus Ihren Bildern ist die Multivisionsshow „Nationalparke Mecklenburg-Vorpommerns“ entstanden. Was möchten Sie den Besuchern mit auf den Weg geben?

 

Die wichtigste Message muss immer sein, dass die Natur selbst unser höchstes Gut ist. Anders als einen Blechschaden am Auto kann man die Natur nicht einfach wieder richten oder Katastrophen ungeschehen machen. Die Schädigungen sind leider oft viel nachhaltiger als die Maßnahmen, die diesen vorbeugen sollen. Unsere Nationalparke zeigen, dass der Schutz nicht nur auf entfernten Kontinenten notwendig ist, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnen kann. Getriggert durch die heutige multimediale Vernetzung entsteht zudem bei vielen Naturliebhabern und speziell Fotografen der Wunsch, weit entlegene Gebiete zu bereisen, um die Wunder der Welt durch den eigenen Sucher zu betrachten. Auch hier verweise ich sehr gerne auf die nahen Ziele, die global betrachtet und zwar geläufig, dennoch aber genauso schön, wild und eigentlich unfassbar sind wie viele gehypte, weit entfernte Locations rund um den Globus.

Welches der in der Show gezeigten Bilder ist Ihr erklärtes Lieblingsbild? Und vor allem warum?

 

Ich habe kein Lieblingsbild, nur einen Lieblingsort. Wenn ich dort bin, ist mir eigentlich egal, wie das Wetter ist oder die Bilder werden, weil ich den Moment, dort zu sein, jedes Mal aufs Neue genieße und in mir aufsauge. Dieser Ort ist nicht die Kreideküste und auch nicht der Weststrand, sondern der Buchenwald im Nationalpark Jasmund, in den man einen wunderbaren Einblick bekommt, wenn man den Hochuferweg vom Königsstuhl nach Sassnitz oder andersherum läuft. Ein Ort, der mir Kraft und Zuversicht gibt. Die Bilder, die ich bislang dort machen konnte, spiegeln nicht im Ansatz die Schönheit wieder, mit der ich diesen Ort innerlich empfinde.

Was verbindest Du mit Zingst und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«

 

Für mich ist Zingst meine fotografische Heimat und das Zentrum meines persönlichen, fotografischen Kosmos. Hier habe ich viele Freunde kennegelernt, habe spannende Dinge mit und über die Fotografie gelernt und mich zu dem Fotografen entwickelt, der ich nun bin. Ich habe Zingst und speziell dem Team im Max viel zu verdanken und hoffe, dass ich durch meine Zusammenarbeit einen Teil davon zurückgeben kann.

Die Show findet am 12.10.2019 um 19.00 Uhr im Max Hünten Haus Zingst statt.

Karten gibt es online oder an der Abendkasse 

Alle Bilder: © Timm Allrich

Das Interview führte Nina Hesse

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