Natur trifft kreative Fotografie
24.04.2019

Natur trifft kreative Fotografie

Der Fotoworkshop Bild-Poesie liefert Anregungen für poetische Naturbilder, die Kopf und Seele inspirieren und berühren sollen.

Inszenierung, Improvisation und Land-Art sind die Themen, die Heidi und Robert Mertens künstlerisch in der Natur umsetzen werden. Die kreativen Experimente mit den Zutaten Komposition, Perspektive und Licht führen dabei zu neuen Sichtweisen und spannenden Bildern.

Zum 12. Umweltfotofestival »horizonte zingst« treten Heidi und Robert Mertens erstmalig zusammen als Workshop-Referenten auf und laden ihre Teilnehmer ein, die Natur auf kreative Weise neu zu entdecken. Die Fotografen geben einen Einblick in den Workshopverlauf  und verraten wie sie die herrliche Natur in und rund um Zingst nutzen wollen:

horizonte zingst: Für wen haben Sie den Workshop konzipiert?   

Heidi und Robert Mertens: Für alle, die – wie Alice im Wunderland – neugierig “dem weißen Kaninchen folgen”. Und dabei neue Wege gehen, die Natur mit anderen Augen sehen und die Fotografie als kreative Spielwiese nutzen möchten. Wir werden achtsam die Umgebung erforschen, unser Sehen auf die Schönheit im Kleinen und Großen lenken, unsere Motive unter verschiedenen Perspektiven erkunden, Dinge vielleicht auch auf den Kopf stellen, ungewöhnliche Kombinationen ausprobieren und mit Kameratechnik experimentieren.

Theorie oder Praxis: Was steht bei Ihrem Workshop im Vordergrund?

Ein wenig Theorie und viel Praxis: Es gibt immer eine kurze Einführung, um alle auf das Thema einzustimmen. Dann geht es aber gleich zu den praktischen Aufgaben und kleinen Übungen. Wir werden viel fotografieren, miteinander Ideen diskutieren, Bilder auswählen sowie die entstandenen Ergebnisse gemeinsam besprechen.Die herrliche Natur in und rund um Zingst ist bei diesem Workshop unsere Bühne – Bäume, Gräser, Blüten, Steine, Sand und natürliche Fundstücke sind unsere Darsteller. Wir werden unser Sehen trainieren, auf Spurensuche gehen, mit Objekten und Materialien in und aus der Natur improvisieren. Einfache Hilfsmittel wie Taschenlampen oder reflektierenden Folien setzen wir dabei für die gezielte Gestaltung mit Licht und Schatten ein. Unser Ziel sind poetische Natur-Bilder, die Kopf und Seele inspirieren und berühren.

Welche Inhalte geben Sie den Teilnehmern mit?

Unser Motto lautet: „Quer denken, anders sehen, kreativ fotografieren“. Dazu passt gut auch dieser Satz, den wir vor kurzem auf der Eingangstür eines Grazer Kinder-und Jugendtheaters gelesen haben: „Die Fantasie irrt sich nie.“Wer uns kennt, weiß, dass in unseren Büchern und Workshops Themen wie Kreativität, Sehen, Bildsprache und Komposition immer ganz wesentlich mit einfließen. Wichtig ist uns, dass die Teilnehmer neue Impulse, Anregungen und Ideen für ihre eigene Fotografie mit nach Hause nehmen.

Ganz praktisch: Wie ist der Workshop organisiert und was gibt es zu beachten?

Stichwort praktisch: Wetterfeste Bekleidung und Ausrüstung, denn wir werden bei jedem Wind und Wetter fotografieren gehen. Und in die Fototasche ein Makro- Objektiv, ein leichtes Stativ und eine kleine Taschenlampe einpacken (kann, muss aber nicht sein). Ansonsten gibt es keine Voraussetzungen – außer Spaß an kreativer Fotografie in und mit der Natur.

Worauf freuen Sie sich?

Diesmal gibt es für uns in Zingst drei Premieren: Zwei ganz neue Workshop-Themen, die wir bisher so noch nicht angeboten haben. Im Workshop „Phantasie-Stücke“ beschäftigten wir uns mit abstrakten Landschaften und phantastischen Bildwelten.Im Workshop „Bild-Poesie“ stehen Land-Art, das Malen mit Licht sowie kreative Experimente mit Gestaltung und Kamera im Mittelpunkt. Eine weitere Premiere ist, dass wir – Heidi und Robert Mertens – diese Workshops hier in Zingst erstmals gemeinsam leiten werden.

Was verbinden Sie mit Zingst und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«?   

Wir freuen uns immer wieder auf das Festival in Zingst, da wir das Meer und die wunderschöne Boddenlandschaft lieben. Zusammen mit den spannenden Ausstellungen, den inspirierenden Begegnungen mit anderen Fotografen und Fotografien ist das eine einzigartige Kombination, die die Zeit hier zu etwas Besonderem und Einzigartigem macht.
 

Wer auf den Geschmack gekommen ist und selber inmitten der Natur kreativ werden möchte, kann sich hier zum Master-Workshop „Bild-Poesie“ anmelden.

Das Interview führten Edda Fahrenhorst und Nina Hesse.

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