Olympus präsentiert Adrian Rohnfelder – Naturgewalten
12.09.2020

Olympus präsentiert Adrian Rohnfelder – Naturgewalten

Nächtelanges Warten gehört ebenso dazu, wie Kletterpartien und eine gut abgedichtete Kameraausrüstung – wenn Adrian Rohnfelder sich auf den Weg macht, um auf der ganzen Welt Vulkane zu fotografieren.

Dann rauscht zwar auch das Adrenalin durch seinen Körper, aber vor allem weiß Adrian Rohnfelder sehr genau, wie er an die besten Bilder kommt. Aus diesem Wissen heraus sind in den vergangenen Jahren spektakuläre Fotos entstanden – im Interview erzählt er mehr dazu:

 

 horizonte zingst: Feuer und Eis, Wetterphänomene und Galaxien - was fasziniert Sie daran?

Adrian Rohnfelder: Mich fasziniert die Natur in ihrer extremen und ursprünglichen Form. Ich liebe das harte, raue und glühende Licht von Naturgewalten. Ein Licht, das von ungezügelter Energie, aber auch von unglaublicher Ästhetik und Schönheit zeugt.Mit diesem Licht möchte ich zeitlose Bilder erschaffen, die von der Magie der „Schöpfung“ und der einzigartigen Kraft der Natur erzählen. Und den Betrachter direkt in das Herz der Erde sowie auf Regionen blicken lassen, die aus fremden Welten in den Tiefen des Universums zu stammen scheinen.

 

Wie nähert man sich fotografisch einem Vulkan(krater)?

Vorsichtig sowie mit Respekt und Demut. Aber auch gespannt, mit Vorfreude und geduldig. Die Anreise ist meist der beschwerlichste und gefährlichste Part. Viele spannende Vulkane liegen in politisch instabilen Ländern und erfordern ein tagelanges Trekking fernab jeder Zivilisation.Am Vulkan selber hat die Sicherheit allerhöchste Priorität vor jedem noch so fantastischen Motiv. Ein wenig Adrenalin gehört natürlich dazu, aber definitiv keine Selbstmordgedanken. Ich reise daher immer in Begleitung eines erfahrenen Vulkanologen und der notwendigen schützenden Ausrüstung.Die Fotografie selber erfordert vor allem eine extrem abgedichtete Kameraausrüstung sowie jede Menge Geduld. Nächtelanges Warten auf gerade einmal ein oder zwei Eruptionen in der Nacht sind keine Seltenheit.

 

Haben Sie einen fotografischen Augenblick, an den Sie sich besonders gut und gerne erinnern?

Am Sakurajima-Vulkan im Süden Japans habe ich fünf lange kalte Nächte am Stück mit der Hand am Auslöser gestanden. In der fünften und letzten Nacht vor dem gebuchten Rückflug ist mir morgens um drei Uhr dann endlich DAS Bild gelungen. Ein wunderschöner Ausbruch begleitet von einem sogenannten vulkanischen Gewitter, bei dem sich Blitze in der Aschewolke bilden. Das pure vulkanische Armageddon und mein bisher erfolgreichstes Foto.

 

Was wollten Sie schon immer mal fotografieren?

Mein absoluter Traum ist eine Reise in den Weltraum, um dort die Landschaften des Mondes oder noch besser des Mars zu fotografieren.Auf der Erde habe ich mir meinen größten Traum bereits im vergangenen Jahr mit einem Trip zum sogenannten „Tor zur Hölle“, einem brennenden Gaskrater in Turkmenistan, erfüllt. Auf meiner verbleibenden „Traumliste“ stehen der Erebus-Vulkan in der Antarktis, der Lavasee Nyiragongo im Kongo sowie die Gewitter am Catatumbo-See in Venezuela ganz oben. Diese Orte sind allerdings entweder sehr teuer oder in Kriegsgebieten gelegen, aber bisher habe ich mir noch jeden Traum irgendwann erfüllen können – wobei ich im Hinblick auf die galaktische Reise leider nicht ganz so optimistisch bin...

 

Last but not least: Was verbinden Sie mir dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«?

Zum einen verbinde ich mit dem Festival jede Menge Spaß, viel Fotografie, chillige Abende am Strand mit einer Bilderschau unter dem Sternenhimmel und vor allem die Veranstaltung, bei der ich einmal im Jahr alle Kolleg*innen treffe.Zum anderen verbinde ich damit mein Engagement, sowie natürlich das Engagement aller Beteiligten, für den Schutz und Erhalt unserer Umwelt. Mir persönlich ist es ein sehr wichtiges Anliegen, mit meinen Bildern, Vorträgen und Büchern Werbung für die Schönheit unserer einzigartigen Erde und für deren Erhalt für meine Kinder und alle nachfolgenden Generationen zu machen.

 

Titelbild © Adrian Rohnfelder

Das Interview führte Edda Fahrenhorst per E-Mail

Und da die Ausstellung „Eine Augenweide – schön zu sehen, gut zu wissen“ in Zusammenarbeit mit dem Premiumpartner Olympus entstanden ist, wollten wir wissen, was das Unternehmen mit der Fotografie in Zingst verbindet.

Olympus und das Umweltfotofestival »horizonte zingst« zeichnet eine umfassende und enge Zusammenarbeit im Range einer Premiumpartnerschaft aus. Wettbewerbe, Ausstellungen, Fotoworkshops, daneben das umfangreiche Angebot an Fotoequipment und nicht zuletzt der OLYMPUS FotoKunstPfad Zingst bestimmen die Kooperation und machen die Marke in vielfältiger Weise sichtbar. Olympus unterstützt auch zukünftig die Fotografie in Zingst. Denn hier ist ein Ort entstanden für die großen und kleinen Bilder sowie für die Menschen, für die Fotografie ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens ist.

www.olympus.de 

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