Paul Starosta: Samen – Von der Schönheit des Ursprungs
08.09.2020

Paul Starosta: Samen – Von der Schönheit des Ursprungs

Wie Juwelen inszeniert Paul Starosta Samen aus der ganzen Welt und zeigt die einzigartige Schönheit der filigranen Meisterwerke.

Der französische Fotograf hat sich von dem Einfallsreichtum und verschiedensten Formen dieser Meisterwerke der Natur inspirieren lassen und hat die weltweit gefundenen und gesammelten Samen in seinem Studio als das inszeniert, was sie sind: Die Schönheit des Ursprungs.

 

Wir haben mit ihm über seine Faszination für ebenjene Meisterwerke gesprochen:

 horizonte zingst: Paul, wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Paul Starosta: Ich habe nicht Fotografie studiert, sondern Biologie. Da ich aber gerne fotografiere und gerne unabhängig bin, beschloss ich, meine beiden Leidenschaften zu verbinden und wurde Tierfotograf. Am Anfang habe ich eher im Freien gearbeitet, dann habe ich mich mehr und mehr für das Studio entschieden. In der Anfangszeit habe ich alle möglichen Motive fotografiert. Dann konzentrierte ich mich allmählich auf ein einziges Thema. Jetzt beschränke ich mich im Atelier auf jeweils nur ein Thema, mit einer Vorliebe für den schwarzen Hintergrund. Und mit dem Ehrgeiz, einen Verleger dazu zu bringen, ein Buch daraus machen zu wollen.

 

Wie und wann kamen Sie auf die Idee, Samen zu fotografieren?

Es war ein Naturforscher älteren Semesters, den ich zufällig im Haus eines gemeinsamen Freundes traf – er erzählte mir eines Tages außergewöhnliche Geschichten darüber, wie bestimmte Pflanzen ihre Samen verbreiten.Das hat mich fasziniert und sofort den Wunsch geweckt, ein Buch zu diesem Thema zu machen. Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie überhaupt ich die Samen fotografieren sollte. Aber als ich mit den Shootings begann begann, war ich wirklich nicht enttäuscht. Ich hoffe, dass die Bilder in der Ausstellung Ihnen helfen zu verstehen, warum...

 

Woher bekamen Sie die Samen?

Ich habe sie auf drei Arten gefunden: 1. Aus der Sammlung des alten naturalistischen Herrn...2. In der Sammlung des Vereins „La Voie des fleurs“, der sich dafür einsetzt, die tropische Flora bekannt zu machen und der zu diesem Zweck über eine sehr wichtige Sammlung von Samen und Früchten verfügt. Und 3. in geringerem Maße auch in der Nähe meines Hauses, da ich auf dem Land lebe.

 

Wie und wo fotografieren Sie?

Ich mache meine Fotos im Studio – meine Kamera ist auf einem Stativ befestigt, und um mein Motiv auszuleuchten, benutze ich einen Studioblitz (ähnlich denen, die von Modefotografen verwendet werden). Ich arbeite zu Hause, aber manchmal bringe ich meine Ausrüstung auch in ein anderes Haus,  wie ich es ein- oder zweimal bei "meinem" Forscher getan habe.

 

Was fotografieren Sie sonst noch?

Meine Themen finden sich in dem, was man zu meiner Zeit in der Oberschule Naturwissenschaften nannte (Tiere, Pflanzen...). Ich habe ein Buch über Insekten herausgebracht, ein weiteres über Reptilien, eines über Muscheln, über Bambus, Pilze und so weiter.

 

Und was mögen Sie an den Samen besonders?

Ich habe keine besondere Vorliebe für Samen, sie sind Teil der Natur! Und wenn ich ein Thema gefunden habe, entdecke ich darin eine faszinierende Welt, die mich begeistert. Durch Fotografie versuche ich, dieses Gefühl möglichst vielen Menschen zu vermitteln.

 

Die Ausstellung „Samen“ von Paul Starosta ist vom 1. September bis zum 1. Mai im Max Hünten Haus zu sehen und ist in der Medienpartnerschaft mit dem Magazin GEO entstanden.

Website: https://www.paulstarosta.com/

Titelbild © Paul Starosta

Das Interview führte Edda Fahrenhorst

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