Waldfotografie ist keine Zauberei
22.02.2019

Waldfotografie ist keine Zauberei

In seinem Fotoworkshop „Waldwelten“ nimmt der Fotograf Kilian Schönberger die Teilnehmer mit in den Gespensterwald nach Nienhagen.

Gespensterwald Nienhagen

Die Fotos von Kilian Schönberger machen auf einzigartige Weise die Magie des Waldes spürbar. Zum 12. Umweltfotofestival »horizonte zingst« tritt Kilian Schönberger erstmals als Referent der Fotoschule Zingst hervor, um sein Knowhow an die Teilnehmer weiterzugeben. Im Interview erklärt Kilian Schönberger wie er seinen Workshop konzipiert hat und was die Teilnehmer erwartet. Bereits im Herbst 2017 stellte die Ausstellung „Waldwelten“ im Max Hünten Haus Zingst die eindrucksvolle Waldfotografie von Kilian Schönberger heraus.

Für wen haben Sie den Workshop konzipiert?

Der Workshops richtet sich an Fotografen, die in die magische Atmosphäre des Gespensterwaldes bei Nienhagen eintauchen wollen. Die Teilnehmer sollten mit den grundlegenden Einstellungsmöglichkeiten der Kamera vertraut sein.
Voraussetzung sind eine Kamera samt Objektiv(en) und ein Stativ. Graufilter oder Polarisationsfilter können auch zum Einsatz kommen, sind aber keine Voraussetzung. Aber am wichtigsten sind offene Augen und Freude an neuen Bildkompositionen.

Theorie oder Praxis: Was steht bei Ihrem Workshop im Vordergrund?

Praxis und ein wenig Theorie. Wir arbeiten vor Ort im Küstenwald und am Strand, aber es sollen auch Informationen vermittelt werden, die auch in anderen Regionen (z.B. im Gebirge) von Nutzen sein können.

Welche Inhalte geben Sie den Teilnehmern mit?

Waldfotografie ist keine Zauberei – also keine Angst davor, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Gezeigt werden fotografische Techniken, wie man das scheinbare Chaos und unterschiedliche Lichtsituationen in überzeugende Kompositionen umwandeln kann. Auch eher ungewöhnliche Methoden wie der Einsatz von Teleobjektiven im Wald werden vorgestellt.

Ganz praktisch: Wie ist der Workshop organisiert und was gibt es zu beachten?

Der Workshop beginnt am 30.05. um 10:00 Uhr mit einer kurzen Einführung zur Waldfotografie in Zingst. Danach begeben wir uns mit dem Shuttleservice nach Nienhagen zum Gespensterwald und fotografieren dort bis nach Sonnenuntergang. Daraufhin bringt uns der Shuttleservice wieder zurück nach Zingst. Am nächsten Morgen treffen wir uns um 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr zur Nachbesprechung. Wir befassen uns nochmals intensiv mit den Aufnahmen vom Vortag, vergleichen und bewerten Kompositionen und überlegen uns wie der weitere Weg der Bilder von der Kamera hin zur virtuellen oder analogen Präsentation aussehen kann.

Worauf freuen Sie sich?

Der Gespensterwald gehört zu den schönsten und fotografisch lohnendsten Wäldern Deutschland. Es gibt unzählige Motive zu entdecken und den eindrucksvollen Kampf der Bäume direkt an der Steilküste festzuhalten. Besonders freue ich mich auch darauf, die Erfahrung von mehreren Jahren Waldfotografie in Mitteleuropa mit interessierten Fotografen und Fotografinnen teilen zu können.

Was verbinden Sie mit Zingst und dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«?

Fischland-Darß-Zingst ist eine Halbinsel in der Ostsee, darüber hinaus ist aber Zingst auch eine Insel. Eine Wohlfühl-Insel inmitten eines Meers aus Alltagsstress und Hektik. Vor Ort kann man bewusst Entschleunigung erleben und sich voll auf die Naturfotografie konzentrieren.

Im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« kann man wunderbar Kontakte knüpfen und interessante Vorträge hören. Sein fotografisches Wissen zur Waldfotografie wird Kilian Schönberger in einem Seminar am 29.05.2019 vermitteln.

Nina Hesse

Fotoausstellungen/Buchverkauf +49 38232 165126 nina.hesse@zingst.de

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