Weltbilder – Gastland Schweiz
17.05.2019

Weltbilder – Gastland Schweiz

2019 steht die Schweiz im fotografischen Fokus der Gastlandausstellung auf dem Umweltfotofestival »horizonte zingst«. Das Land umfasst deutsche, französische, italienische und rätoromanische Sprach- und Kulturgebiete und zählt zu den höchst entwickelten Ländern der Erde. Die Weltoffenheit der Schweizer und die multikulturelle Bevölkerungsstruktur führen zu einer ausgeprägten Kulturlandschaft. In dieser Ausstellung geben fünf Schweizer Fotografen Einblicke in die Fotoszene des Landes, zeigen ihre Sicht auf die Welt, die Schweizer Landschaft und Eigenarten des Landes.

Entstanden ist die Ausstellung durch die Zusammenarbeit mit der Galerie STP, Grund genug, den Galeristen Peter Konschake über die Schweizer Fotografie und die Auswahl der Fotografen zu Wort kommen zu lassen: „Bei der Auswahl der Arbeiten für die diesjährige Gastlandausstellung der Schweiz, war es uns besonders wichtig auf Merkmale zu achten, welche die Schweiz charakterisieren: Internationalität, Professionalität, Innovation und Handwerkskunst. Dementsprechend wurden Bilder von fünf Schweizer Fotografen kombiniert, die diese Eigenschaften inne tragen und so Fotografie und Land gleichermaßen repräsentieren. Sie führen uns an ferne Orte oder konfrontieren uns mit unwirklicher Architektur die ihre Wirkung hat. Sie berühren uns mit Humor und Skurrilitäten und beeindrucken mit technischer Raffinesse.“

 

Beat Presser – „Einmal um die Welt“. Das überquillende Archiv gibt Auskunft über die Themen mit denen er sich über die Jahre intensiv auseinandergesetzt hat: Die Eroberung der Alpen, die Piraterie,die Besiedlung der Insel Madagaskar aus Südostasien, der Buddhismus, der Neue Deutsche Film, um nur wenige zu nennen. Die Ausstellung zeigt eine retrospektive Auseinandersetzung mit seinem Werk. Die Zusammenstellung ist ein spannender Prozess, eine Neufindung, ein neuer Blick auf das gesamte Schaffen.

Patrick Rohr – „Japan“. Der Schweizer Fotojournalist Patrick Rohr hat in den letzten Jahren völlig unterschiedliche Länder auf der ganzen Welt bereist. Ein Ziel stand definitiv nie in seinemBlickfeld: Japan. Zu fremd, zu unzugänglich, zu unverständlich. Vor drei Jahren ließ er sich trotzdem zu einer (privaten) Reise in das Land der aufgehenden Sonne überreden – und wollte nichtmehr nach Hause. Er kam zurück mit sehr persönlichen Bildern, die er in seinem Buch „Japan – Abseits von Kirschblüten und Kimono“ veröffentlicht hat.

Luca Zanier – „Räume der Macht“. Regierungen lenken Staaten, Verwaltungsräte Konzerne, Geschäftsleitungen Gewerkschaften. Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Macht liegt inden Händen weniger Entscheidungsträger: Deren Beschlüsse bestimmen über einen großen Teil der kollektiven Existenz. Die Orte, an denen entschieden wird, sind manchmal pompös und öffentlich zugänglich, manchmal unscheinbar und verborgen. Es sind Räume der Macht, die Luca Zanier sichtbar macht.

Marck – „RGB“. Fasziniert vom Medium Video und der Materialität der Skulptur erfindet der Künstler, der sich selbst einfach nur Marck nennt, rätselhafte Videoskulpturen. Videos, fixiert inhandgefertigten, massiven Rahmen, scheinen die Realität förmlich einzugrenzen und im gleichen Augenblick zu sprengen. Er überrascht unsere Sehgewohnheiten und hinterfragt die Grenzen unserer Wahrnehmung.

Didier Ruefs Strecke „Homo Helveticus“ (die jüngst auch als Buch erschienen ist) ist keine Chronik im eigentlichen Sinne. Es ist vielmehr ein knapp 30 Jahre währender, ironischer, niemals neutraler, aber dabei immer liebevoller Blick auf sein Heimatland, die Schweiz.

 

Foto © Didier Ruef

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