Homage to Humanity

Homage to Humanity

Termin
15.05.2019 - 10:00 Uhr bis 31.01.2020 - 10:00 Uhr
Ort
Jordanstraße
Partner
Geo Magazin
Epson
Leica

Der Fotograf Jimmy Nelson wird von einer großen Idee um die Welt getragen: Es ist sein Ziel, die Traditionen und Bräuche möglichst vieler indigener Volksgruppen in seinen Fotografien zu inszenieren, sie zu dokumentieren und ihnen damit ein Denkmal zu setzen. Für ein Stückchen Ewigkeit. Die Ausstellung „Homage to Humanity“ ist in Kooperation mit dem Magazin GEO entstanden.

Jimmy Nelson hat sich als Ziel gesetzt über etwaige Landes- und Verständnisgrenzen hinweg, darauf aufmerksam zu machen, in was für einer facettenreichen Welt wir leben. Noch. Denn mit einer fortschreitenden Globalisierung verschwimmen und verschwinden zunehmend kulturelle Selbstverständlichkeiten ebenso wie traditionelle Besonderheiten. Für sein Großprojekt und gleichzeitig neues Buch „Homage to Humanity“ war Jimmy Nelson etwa bei den Chichimeca in Mexiko zu Gast, ist mit einer Gruppe des Volkes der Dolganen per Schlitten durch den sibirischen Winter gefahren, hat das Gerewol-Festival im Tschad beobachtet oder hat mit dem Stamm der Kaluli den Regenwald Papua-Neuguineas durchstreift.

Zu dem Warum schreibt er im Vorwort seines Buches: „Völker mit einzigartigen kulturellen Identitäten müssen effektiv respektiert, geschätzt und unterstützt werden, für sich selber und für uns alle. Unsere Ethnodiversität, unsere „Ethnosphäre“, muss ebenfalls geschützt werden – sie ist die Summe und Manifestation aller Gedanken, Träume, Mythen, Ideen, Inspirationen und Intuitionen, die von der menschlichen Vorstellungskraft seit Beginn des Bewusstseins hervorgebracht wurden. Das ist alles, was wir durch unsere Bemühungen als wilde, neugierige und erstaunlich anpassungsfähige Spezies geschaffen haben. Kurz gesagt, es ist das größte Vermächtnis der Menschheit. Lassen Sie uns sicherstellen, dass das ultimative letzte Vermächtnis nicht in der eigenen Zerstörung besteht. ... Die Idee, dass isolierte Völker ohne globale Perspektive durch meine Arbeit ein noch etwas besseres Gefühl für ihre Einzigartigkeit und Bedeutung in der Welt bekommen könnten, ist für mich sehr bedeutsam. Ich hoffe, es nährt einen Stolz, der ihnen hilft, dem Druck um sie herum besser standzuhalten. Mitglieder bedrohter Gemeinschaften fühlen sich oft sehr allein und anfällig für die Kräfte der industrialisierten Welt, und vielleicht wird es sie ermutigen, mehr über andere Menschen mit ähnlichen Problemen zu wissen, sie zu ermutigen, über den Wert ihrer Kultur im globalen Kontext nachzudenken und noch entschlossener zu sein, ihre Lebensweise zu bewahren.“ 

Vernissage: 25.05.2019 | 11:00 Uhr

Multivisionsshow: 24.05.2019 | 20:00 Uhr

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