Holger Fritzsche

Holger Fritzsche

Reisefotograf

In der DDR aufgewachsen, wurde ihm das Studium verwehrt. Daraufhin stellte er einen Ausreiseantrag und wartete - ohne es jeden Tag herbeizusehnen - auf seinen Rausschmiss aus der DDR. 1986 reiste Fritzsche auf der Suche nach Abenteuern und mit dem schönen Motto „Unerkannt durch Freundesland“ das erste Mal und illegal in den größten Flächenstaat der Welt ein. Erst nach sechs Wochen viel es zwei Milizionären auf, dass er nicht in ihrem Land seine dürfte und sie sperrten ihn weg – aber nur kurz. Er sei jung, und könnte noch aus seinen Fehlern lernen. Dieser Satz begleitet ihn sein halbes Leben. Heute höre er ihn leider nicht mehr.Nach der Implosion der DDR jobbte Holger Fritzsche als Waldarbeiter, Schweißer, Elektriker, Kundendienstmonteur und Landschaftsgärtner, bevor er sich als Fotograf und Veranstalter selbständig machte. Fuhr mit einem Motorrad durch Afrika und Australien, lernte Gleitschirmfliegen und ein guter, also praktizierender Vater zu werden. Ab dem Jahr 2000 wandte er sich wieder intensiver Russland und in den letzten Jahren auch der schönen Mittelmeer-Insel Sardinien zu. Mit seinen Live-Reportagen war Fritzsche bei allen großen Veranstaltern im deutschsprachigen Raum, in Österreich und in der Schweiz zu Gast. Produzierte drei Beiträge für das MDR-Fernsehen und ist berufenes Mitglied der Gesellschaft für Bild und Vortrag. 2016 erschien bei National Geographic sein Buch mit dem Titel »TRANSSIB – Wodka, Weite, Abenteuer«.

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